Die Straftaten gegen die öffentliche Ordnung befinden sich in den §§ 123-145d des StGB. Mit Ausnahme des Hausfriedensbruch ist das Schutzgut dieser Straftaten die öffentliche Ordnung und nicht das Individualinteresse eines Einzelnen. Dabei handelt es sich um folgende Delikte:

  • Hausfriedensbruch (§ 123)
  • Schwerer Hausfriedensbruch (§ 124)
  • Landfriedensbruch (§ 125)
  • Besonders schwerer Fall des Landfriedensbruchs (§ 125a)
  • Störung des öffentlichen Friedens durch Androhung von Straftaten (§ 126)
  • Bildung bewaffneter Gruppen (§ 127)
  • Bildung krimineller Vereinigungen (§ 129)
  • Bildung terroristischer Vereinigungen (§ 129a)
  • Volksverhetzung (§ 130)
  • Anleitung zu Straftaten (§ 130a)
  • Gewaltdarstellung (§ 131)
  • Amtsanmaßung (§ 132)
  • Missbrauch von Titeln, Berufsbezeichnungen und Abzeichen (§ 132a)
  • Verwahrungsbruch (§ 133)
  • Verletzung amtlicher Bekanntmachungen (§ 134)
  • Verstrickungsbruch; Siegelbruch (§ 136)
  • Nichtanzeige geplanter Straftaten (§ 138)
  • Belohnung und Billigung von Straftaten (§ 140)
  • Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort (§ 142)
  • Missbrauch von Notrufen und Beeinträchtigung von Unfallverhütungs- und Nothilfemitteln (§ 145)
  • Verstoß gegen Weisungen während der Führungsaufsicht (§ 145a)
  • Verstoß gegen das Berufsverbot (§ 145c)
  • Vortäuschen einer Straftat (§ 145d)
 
Der Strafrahmen dieser Delikte reicht von Geld- bis hin zu Freiheitsstrafen ohne Bewährung.