Mit einem Urteil vom 18.12.2015 hat das Amtsgericht Kaiserslautern eine ehemalige Mitarbeiterin der Lebenshilfe Kusel wegen Betrugs an behinderten Menschen zu einer Bewährungs- und einer Geldstrafe verurteilt.
Im vorliegenden Fall wurde der Angeklagten durch die Staatsanwaltschaft Kaiserslautern zur Last gelegt behinderte Menschen um 270.000 Euro gewerbsmäßig betrogen zu haben.

Im Prozess hat die angeklagte Frau einige der Taten zugegeben. Allerdings gab sie an, nur etwa 100.000 Euro veruntreut haben. Das Gericht sah es jedoch als erwiesen an, dass die Frau die Bewohner eines Behindertenwohnheims in Kusel um 270.000 Euro betrogen hat. Unter anderem hatte sie den Bewohnern einen Teil des Taschengelds nicht ausbezahlt. Außerdem soll sie laut Staatsanwaltschaft über Jahre hinweg etwas vom Taschengeld der Bewohner abgezweigt oder gar nicht erst ausgezahlt haben. Die Frau hatte 25 Jahre für die Lebenshilfe gearbeitet und war dort als Kassenwartin der Bewohner tätig. Aufgeflogen war der Betrug durch Hinweise von Kollegen. Diese entdeckten ungewöhnliche Buchungen. Während des Prozesses ging die Staatsanwaltschaft davon aus, dass die Frau mit dem Geld ihren aufwändigen Lebensstil finanziert hat.

Das Gericht verurteilte die bisher noch nicht vorbestrafte Angeklagte zu einer Bewährungsstrafe von zwei Jahren. Zusätzlich muss die Angeklagte eine Geldstrafe in Höhe von 25000 Euro zahlen.