Das zuständige Schöffengericht am Amtsgericht München hat im September 2019 ein Strafverfahren, Aktenzeichen:
843 Ls 245 Js 120536/19, gegen einen Studenten der Rechtswissenschaften
wegen versuchter räuberischer Erpressung, Körperverletzung und einer Beförderungserschleichung eingestellt.

Im vorliegenden Fall warf die Staatsanwaltschaft dem Angeklagten vor in München eine U-Bahn benutzt zu haben ohne dabei einen Fahrschein besessen zu haben. Im Rahmen einer Fahrkartenkontrolle habe der Angeklagte sodann versucht sich der Kontrolle durch Flucht zu entziehen. Dies wurde jedoch von zwei Kontrolleuren verhindert, die den Angeklagten festhalten konnten. Darauf habe der Angeklagte einem Kontrolleur mit seinem Ellenbogen gezielt einen Schlag in das Gesicht geschlagen, so dass dieser eine gerötete Schwellung unter dem linken Auge erlitt.

Der Angeklagte soll in der Absicht gehandelt haben den Geschädigten so dazu zu bringen, ihn loszulassen, sodass der Angeklagte sich eine Zahlung in entsprechender Höhe ersparen könnte. Den Kontrolleuren gelang es jedoch, den Angeklagten bis zum Eintreffen der Polizei festzuhalten und die Personalien zu erfassen.

Der Angeklagte ließ im Rahmen der Hauptverhandlung erklären, dass ihm sein Fahrschein in einer Disco inklusive seiner Jacke gestohlen wurde. Ferner gab er an, an dem besagten Tag einfach nur nach Hause wollte. Er habe nicht die Absicht gehabt jemanden zu schädigen. Er wolle nach seinem Studium Rechtsanwalt werden oder in den Staatsdienst gehen. Dies sei ihm jedoch mit einer Verurteilung nicht möglich.

Im Rahmen der Hauptverhandlung wurde zwischen dem Angeklagten und dem geschädigten Kontrolleur ein Täter-Opfer-Ausgleich durchgeführt in dem sich der Angeklagte zur Zahlung von 1000,- Euro Schmerzensgeld verpflichtete. Der Geschädigte nahm die Entschuldigung an und erklärte sich mit der Schmerzensgeldzahlung einverstanden.

Daraufhin stellte das Gericht mit Zustimmung des Angeklagten, seines Verteidigers und der Staatsanwaltschaft das Verfahren ein.