Das Bundesgerichtshof hat mit einem Beschluss vom 24.09.2018, Aktenzeichen: 5 StR 471/18, die Revision eines Angeklagten gegen seine Verurteilung wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges, versuchten Betruges und Bestechung in mehreren Fällen als unbegründet verworfen.

Im vorliegenden Fall wurde der Angeklagte durch das Landgericht Hamburg wegen banden- und gewerbsmäßigen Betruges in 38 Fällen – davon in 22 Fällen im Versuch – sowie wegen versuchten Betruges in zwei Fällen und wegen Bestechung zu einer Gesamtfreiheitsstrafe von zwölf Jahren und sechs Monaten verurteilt. Zudem hat das Gericht die Einziehung eines Geldbetrags in Höhe von 117.500 Euro als Wertersatz angeordnet und drei Geschädigten Schadensersatz zugesprochen.

Im vorliegenden Fall suchte der Angeklagte nach den Feststellungen des Gerichts in Telefonbüchern nach Vornamen, die darauf schließen ließen, dass es sich bei den Anschlussinhabern um ältere Personen handelte. Anschließend rief er aus dem Ausland die Geschädigten im Alter zwischen 60 und 94 Jahren an und versuchte, bei diesen den Eindruck zu erwecken, dass es sich bei ihm um eine nahestehende Person handele. Dabei gab der Angeklagte an in finanziellen Schwierigkeiten zu sein und daher kurzfristig Bargeld zu benötigten. Dadurch versuchte er die Geschädigten dazu zu bewegen, hohe Geldbeträge an von ihm koordinierte Abholer zu übergeben, was in 16 Fällen auch gelang. Auf diese Weise erlangten der Angeklagte und seine Mittäter Geldbeträge in Höhe von insgesamt mehr als 260.000 Euro.

In einem weiteren Fall bot der Angeklagte in der Untersuchungshaft einem Justizvollzugsbediensteten einen Geldbetrag von 300.000 Euro dafür, ihn aus der Untersuchungshaftanstalt heraus zu lassen. Dieser lehnte dies jedoch ab.