Das Amtsgericht München hat mit einem Urteil vom 10.04.2019, Aktenzeichen 843 Ds 121 Js 190752/18, einen 27jährigen Angeklagten wegen versuchter und vollendeter gefährlicher, sowie einfacher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und elf Monaten, ausgesetzt auf Bewährung verurteilt. Als Bewährungsauflage muss er monatlich 100 Euro innerhalb der nächsten drei Jahre an den Geschädigten zahlen.

Im vorliegenden Fall warf der Angekalgte am 11.08.2018 eine leere Bierflasche von einer Brücke herunter und verfehlte dort eine Person nur knapp. Anschließend beugte sich der Angeklagte über das Geländer und forderte einen anderen Mann auf zu kommen. Als dieser zu dem Angeklagten kam wurde er von diesem und zwei weiteren Personen nach einem kurzen Wortgefecht zu Boden gebracht und dort bis zum Eintreffen weiterer Mitglieder seiner Gruppe auch gegen den Kopf getreten. Beim Fall hatte er sich die Kniescheibe so gebrochen, dass es zu einem knöchernen Sehnenabriss kam, der nachfolgend ein zweites Mal operiert werden musste. Eine dritte Operation steht an, da der Geschädigte immer noch nicht Fußballspielen oder Joggen kann.

Im Rahmen der Gerichtsverhandlung zeigte sich der Angeklagte einsichtig und entschuldigte sich beim Geschädigten. Daneben machte er alkoholbedingte Enthemmungen als Grund für die Tat geltend. Aufgrund dieser Punkte konnte das Gericht trotz der Tatsache, dass der Angeklagte unter laufender Bewährung stand, die Freiheitsstrafe nochmals zur Bewährung aussetzen.