Das Landgericht Frankfurt am Main hat mit einem Urteil vom 25.09.2019, Aktenzeichen: 2-04 O 219/19, entschieden, dass die Bundesrepublik Deutschland einem deutschen Fußballfan, der in der Vergangenheit im Rahmen von Fußballspielen erhebliche Gewaltdelikte begangen hat, die Ausreise zu einem Spiel im Ausland untersagen darf und ihm kein Schadensersatz zahlen muss.

Im vorliegenden Fall ist der Kläger bereits mehrfach im Zusammenhang mit Fußballspielen strafrechtlich in Erscheinung getreten, u.a. wegen gefährlicher Körperverletzung und Landfriedensbruch.

Im November 2018 wollte der Kläger vom Flughafen Frankfurt nach Zypern fliegen, um sich dort am nächsten Tag ein Fußballspiel von Eintracht Frankfurt gegen Apollon FC anzusehen. Bei der Ausreisekontrolle wurde er aufgehalten. Bundesbeamte erließen eine Ausreiseuntersagung gegen den Kläger.

Mit seiner Klage begehrte der Kläger Schadensersatz von knapp 300 Euro wegen der Kosten, die er umsonst für die Reise nach Zypern aufgewandt hatte. Außerdem forderte er 350 Euro Schmerzensgeld.

Das Landgericht Frankfurt hat die Klage jedoch abgewiesen. Nach Ansicht des Gerichts sei die Untersagung der Ausreise rechtmäßig gewesen. Die vorangegangenen Auseinandersetzungen mit Fußballfans hätten gezeigt, dass der Kläger gewaltbereit sei.