Das zuständige Schöffengericht am Amtsgericht München, Aktenzeichen 813 Ls 246 Js 188047/18, hat mit einem Urteil vom 08.01.2019, einen
22-jährigen Angeklagten wegen Raubes in Tateinheit mit vorsätzlicher Körperverletzung zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und vier Monaten verurteilt.

Im vorliegenden Fall versuchte der Angeklagte am 05.09.2018 einer Frau ihre Handtasche zu entreißen. Als sich die Geschädigte widersetzte, stieß der Angeklagte sie gegen eine Wand und begann sodann auf sein Opfer einzuschlagen. Er traf die Geschädigte dabei am Kopf, wodurch sie zu Boden fiel. Der Angeklagte entriss ihr sodann endgültig die Tasche und floh unter Mitnahme der Tasche. In der Handtasche befand sich Bargeld in Höhe von 300,00 Euro, verschiedene Ausweispapiere und Bankkarten, sowie ein Mobiltelefon. Die Geschädigte erlitt eine leichte Schwellung an der linken Schläfe mit leichtem Bluterguss sowie Hautabschürfungen am rechten Ellenbogen und diverse Hämatome. Der Angeklagte wurde direkt nach der Tat festgenommen. Es erging ein Haftbefehl gegen ihn.

Im Rahmen der Hauptverhandlung gab sich der mehrfach vorbestrafte und auch schon inhaftierte Angeklagte geständig. Mit Hilfe eines Vereins wurde schon teilweise eine Schadenswiedergutmachung geleistet.

Dies wurde im Rahmen der Strafzumessung zu Gunsten des Angeklagten gewertet. Zu Lasten wertete das Gericht die zahlreichen Vorstrafen des Angeklagten, der bereits mit 16 Jahren seine erste von mehreren Haftzeiten angetreten hatte, die hohe Rückfallgeschwindigkeit sowie die massive Gewalteinwirkung auf die Geschädigte, die noch heute unter psychischen Folgen leide.

Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.