Das Sozialgericht Landshut hat mit einem Urteil vom 27.05.2019, Aktenzeichen: S 15 VJ 6/17, eine bei der 70-jährigen Klägerin vorliegende Halbseitenlähmung rechts als Folge einer Pockenimpfung aus dem Jahr 1948 anerkannt.

Im vorliegenden Fall wurde die 1947 geborene Klägerin im Alter von neun Monaten geimpft. Zunächst ist es zu hohem Fieber gekommen. Die Wochen und Monate danach hatten die Eltern bemerkt, dass ihre Tochter in der Benutzung der rechten Hand und des rechten Beines deutlich eingeschränkt war. Der zuständige Versorgungsträger hatte die Anerkennung eines Impfschadens damals abgelehnt, weil ein Zusammenhang der Lähmungen mit der Impfung nicht ausreichend erklärbar war.

Die Klage vor dem Sozialgericht Landshut war nun erfolgreich. Nach Ansicht der Kammer sei es vorliegend durch die mit Lebenderregern durchgeführte Zwangsimpfung gegen Pocken bei der Klägerin zu einer Gehirnentzündung und dadurch zu einem kindlichen Schlaganfall gekommen.

Der beauftragte Sachverständige sei in seinem Gutachten zu dem Entschluss gekommen, dass es sich um einen Schlaganfall im sehr frühen Kleinkindesalter gehandelt haben müsse. Aufgrund der Seltenheit von Schlaganfällen bei Kleinkindern, kam das Gericht zu der Überzeugung, dass diese Behinderung durch die Impfung verursacht wurde. Dabei stützte sich die Kammer auch auf die gut dokumentierten und glaubhaften Aussagen der Eltern.